Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Juni 2026
1. Geltungsbereich und Anbieterkennzeichnung
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Behandlungsverträge, Dienstleistungen, Terminbuchungen und sonstigen Vereinbarungen zwischen der ORVEA GmbH, mit der Anschrift Sophienstraße 23, 10178 Berlin, registriert beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 277167 B, vertreten durch ihren Geschäftsführer Dr. Ibrahim Etem Caliskan (nachfolgend „Anbieterin“ oder „Klinik“) und ihren Patienten bzw. Vertragspartnern, die über die Website www.orvea.de, telefonisch, über die sozialen Medien (Instagram, TikTok, LinkedIn etc.), per WhatsApp oder vor Ort in den Praxisräumlichkeiten initiiert oder abgeschlossen werden.
1.2. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Patienten werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Schriftform zu.
2. Vertragsschluss und Terminbuchung
2.1. Die Darstellung der Leistungen auf der Website www.orvea.de stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Terminbuchung bzw. Abgabe eines Angebots dar.
2.2. Patienten können Termine online über das auf der Website integrierte Buchungstool, telefonisch, über die sozialen Medien (Instagram, TikTok, LinkedIn etc.) oder per WhatsApp anfragen. Mit der Bestätigung des Termins durch die Anbieterin kommt ein verbindlicher Terminvereinbarungsvertrag zustande, für den diese AGB (insbesondere die Stornierungs- und Ausfallregelungen unter Ziffer 3) vollumfänglich gelten. Der eigentliche Vertrag über die konkrete medizinische oder ästhetische Durchführung der Behandlung kommt erst vor Ort zustande, wenn nach erfolgter Aufklärung eine schriftliche Honorarvereinbarung sowie die medizinische Einwilligung unterzeichnet wurden.
2.3. Die Anbieterin schließt Verträge auf Grundlage dieser AGB ausschließlich mit Personen ab, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind. Weitere Voraussetzung für einen wirksamen Behandlungsvertragsschluss ist, dass der Patient den Aufklärungs- und Anamnesebogen vollständig ausgefüllt hat und die individuellen medizinischen Anforderungen für die jeweilige Behandlung erfüllt sind.
3. Terminstornierung, No-Shows und Ausfallhonorar
3.1. Da es sich bei der Praxis der Anbieterin um eine reine Bestellpraxis handelt, werden vereinbarte Termine exklusiv für den jeweiligen Patienten freigehalten. Bei Nichterscheinen oder verspäteter Absage entstehen erhebliche wirtschaftliche Ausfälle.
3.2. Vereinbarte Termine müssen mindestens 24 Stunden vor dem geplanten Behandlungstermin abgesagt oder verschoben werden. Die Absage kann über schriftliche oder elektronische Nachricht, telefonisch oder per WhatsApp erfolgen. Erfolgt eine Absage oder Verschiebung weniger als 24 Stunden vor dem Termin, steht der Anbieterin ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 50,00 EUR zu. Erscheint der Patient ohne jegliche vorherige Abmeldung nicht zum vereinbarten Termin, wird ein Ausfallhonorar in Höhe von 50 % des voraussichtlichen Preises der gebuchten Behandlung fällig. Dem Patienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
3.3. Die Pflicht zur Zahlung des Ausfallhonorars entfällt rückwirkend, sofern der Patient den versäumten oder kurzfristig abgesagten Termin innerhalb von 4 Wochen nach dem ursprünglich gesetzten Termin nachholt.
3.4. Sollte die Anbieterin einen vereinbarten Termin aus wichtigem Grund (z. B. akute Erkrankung des behandelnden Personals, technische Defekte an Behandlungsgeräten oder sonstige Fälle höherer Gewalt) absagen oder verschieben müssen, wird der Patient hierüber unverzüglich informiert. Die Anbieterin bietet in diesem Fall zeitnah einen adäquaten Ersatztermin an. Weitergehende Ansprüche des Patienten, insbesondere Schadensersatzansprüche für Fahrtkosten, Verdienstausfall, genommenen Urlaub oder sonstige Folgeschäden, sind ausgeschlossen, es sei denn, der Absage liegt grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz seitens der Anbieterin zugrunde.
4. Preise, Abrechnung und Zahlungsbedingungen
4.1. Patienten der Anbieterin sind ausnahmslos Selbstzahler. Eine direkte Abrechnung mit gesetzlichen oder privaten Krankenversicherungen durch die Anbieterin erfolgt nicht.
4.2. Die Vergütung ärztlicher Leistungen richtet sich grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Rein ästhetische Behandlungen (z. B. Faltenunterspritzung aus kosmetischen Gründen) sind umsatzsteuerpflichtig. Medizinisch indizierte Behandlungen (z. B. bei nachgewiesener Hyperhidrose, Bruxismus oder chronischer Migräne) sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben von der Mehrwertsteuer befreit.
4.3. Der Rechnungsbetrag ist unmittelbar nach der Behandlung vor Ort in voller Höhe zu entrichten. Als Zahlungsmittel werden Barzahlung sowie gängige Kartenzahlungssysteme akzeptiert.
4.4. Ratenzahlungen, Finanzierungen oder Anzahlungen werden von der Anbieterin nicht angeboten oder verlangt.
4.5. Werden von der Anbieterin Behandlungspakete angeboten, bei denen mehrere zusammenhängende Behandlungen im Voraus (z. B. beim ersten Termin) pauschal vergütet werden, gilt Folgendes:
- Die rechtzeitige Buchung und Wahrnehmung der einzelnen Folgetermine liegt ausschließlich in der Verantwortung des Patienten.
- Da der angestrebte ästhetische Behandlungserfolg maßgeblich von der regelmäßigen und fristgerechten Durchführung der Folgebehandlungen abhängt, übernimmt die Anbieterin keine Haftung für ein unzureichendes Gesamtergebnis, wenn dieses auf verspätete oder gar nicht wahrgenommene Folgetermine des Patienten zurückzuführen ist.
- Werden die zum Paket gehörenden Termine aus Gründen, die der Patient zu vertreten hat, nicht innerhalb von 12 Monaten nach der ersten Behandlung wahrgenommen, verfallen die restlichen Behandlungsansprüche ersatzlos. Eine (anteilige) Rückerstattung des Paketpreises ist ausgeschlossen.
- Möchte der Patient ein bereits angezahltes oder voll bezahltes Behandlungspaket vor vollständiger Durchführung aller Sitzungen vorzeitig kündigen, ist dies grundsätzlich möglich. In diesem Fall verfällt jedoch rückwirkend der im Paketpreis kalkulierte Rabatt. Die bereits in Anspruch genommenen Einzelsitzungen werden zum regulären Einzelpreis der aktuellen Preisliste abgerechnet. Ein etwaiges Restguthaben wird dem Patienten als personengebundener Wertgutschein (gemäß Ziffer 5) erstattet; eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
- Die im Paket enthaltenen Einzelsitzungen können bei Verhinderung des Patienten maximal einmalig kostenfrei umgebucht werden, sofern die Absagefrist gemäß Ziffer 3.2 (mindestens 24 Stunden vorab) eingehalten wurde. Bei wiederholter Verschiebung desselben Termins verfällt die jeweilige Sitzung des Pakets ersatzlos.
4.6. Wird vor einer Behandlung ein kostenpflichtiges, isoliertes Beratungs- oder Aufklärungsgespräch durchgeführt, so wird die hierfür erhobene Gebühr mit dem Preis der nachfolgenden Behandlung verrechnet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Patient den eigentlichen Behandlungstermin innerhalb einer Frist von 8 Wochen nach dem Beratungsgespräch in Anspruch nimmt. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Verrechnung ausgeschlossen.
5. Gutscheine und Rabatte
5.1. Gutscheine sind personengebunden und ausdrücklich nicht auf andere Personen übertragbar.
5.2. Eine Barauszahlung des Gutscheinwerts ist ausgeschlossen.
6. Mitwirkungspflichten des Patienten und Nachsorge
6.1. Der Patient ist verpflichtet, im Rahmen der medizinischen Anamnese und des Aufklärungsgesprächs alle Fragen zu Vorerkrankungen, Allergien, Medikamenteneinnahmen sowie einer eventuellen Schwangerschaft oder Stillzeit vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Das Verschweigen relevanter gesundheitlicher Umstände gefährdet den Behandlungserfolg und die Gesundheit des Patienten.
6.2. Der Patient trägt die alleinige Verantwortung für die strikte Einhaltung der ihm mündlich, per E-Mail oder über die digitalen Aufklärungsbögen übermittelten Verhaltensregeln vor, während und nach der Behandlung (z. B. Verzicht auf Sport, Sauna, Solarium, intensive Sonne oder Alkohol innerhalb der vorgegebenen Fristen).
7. Haftungsausschluss und Haftungsbegrenzung
7.1. Bei den angebotenen Behandlungen (u. a. Botulinumtoxin, Hyaluronsäure-Filler, Mesotherapie, PRP) handelt es sich um Eingriffe, deren biologisches Ergebnis von individuellen Faktoren (z. B. Hautbeschaffenheit, Stoffwechsel, Lebensstil, Genetik) abhängt. Eine vollständige Faltenfreiheit oder das Erreichen eines spezifischen subjektiven Wunschergebnisses kann vertraglich nicht garantiert werden. Eine Haftung für das Ausbleiben eines vom Patienten erhofften individuellen ästhetischen Ergebnisses ist ausgeschlossen.
7.2. Die Anbieterin verwendet für die Behandlungen ausschließlich zugelassene Präparate. Bei bestimmten Indikationen kann nach pflichtgemäßem ärztlichen Ermessen eine Anwendung außerhalb des offiziell zugelassenen Indikationsbereichs (sog. Off-Label-Anwendung) erfolgen; der Patient wird hierüber im Rahmen des medizinischen Aufklärungsgesprächs gesondert informiert.
7.3. Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für gesundheitliche Komplikationen, Gewebeschäden oder unbefriedigende Ergebnisse, die darauf zurückzuführen sind, dass der Patient ärztliche Anweisungen, Nachsorge-Vorgaben oder Verhaltensregeln missachtet hat oder im Vorfeld unvollständige bzw. fehlerhafte Angaben in den Anamnesebögen gemacht hat.
7.4. Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für gesundheitliche Komplikationen, Gewebeschäden, Unverträglichkeiten oder unbefriedigende ästhetische Ergebnisse, die maßgeblich auf medizinische oder kosmetische Vorbehandlungen durch Dritte (z. B. andere Ärzte, Heilpraktiker oder Kosmetiker) zurückzuführen sind. Der Patient ist verpflichtet, solche Vorbehandlungen im Anamnesebogen vollständig anzugeben.
7.5. Für die Garderobe, Wertgegenstände oder persönliche Gegenstände, die vom Patienten in die Praxisräumlichkeiten mitgebracht werden, wird keine Haftung übernommen.
7.6. Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Für sonstige Schäden haftet die Anbieterin nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet die Anbieterin auch bei einfacher Fahrlässigkeit, dann jedoch begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
8. Fotodokumentation und Social Media
8.1. Zur Erfüllung der gesetzlichen medizinischen Dokumentationspflichten sowie zur internen Verlaufskontrolle ist die Anfertigung von Vorher-Nachher-Bildern zwingend erforderlich und Bestandteil des Behandlungsvertrags. Diese Bilder verbleiben geschützt in der digitalen Patientenakte und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht sowie den Bestimmungen der DSGVO.
8.2. Eine Veröffentlichung oder werbliche Nutzung von Bildmaterial (z. B. auf Instagram, TikTok oder der Website) erfolgt ausschließlich auf Basis einer separaten, ausdrücklichen und freiwilligen Einwilligungserklärung des Patienten, welche unabhängig von diesen AGB erteilt oder verweigert werden kann.
9. Korrekturen und Nachbehandlungen
9.1. Vertragliche Ansprüche auf kostenlose Nachkorrekturen oder ästhetische Anpassungen bei Unterspritzungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Eventuell medizinisch indizierte Korrekturen (z. B. das Auflösen mittels Hyaluronidase bei schwerwiegenden vaskulären Komplikationen oder asymmetrischen Knötchenbildungen) oder gewünschte Touch-ups erfolgen nach pflichtgemäßem ärztlichem Ermessen und sind kostenpflichtig.
9.2. Freiwillige, im Einzelfall gewährte Nachbesserungen (wie z. B. ein kostenfreies Nachspritzen bei einer Botulinumtoxin-Behandlung, falls der Muskelentspannungseffekt nach Ablauf der maximalen Wirkungsphase von 10–14 Tagen nachweislich unzureichend eingetreten ist) begründen keinen Rechtsanspruch für die Zukunft oder für andere Behandlungsformen.
10. Schlussbestimmungen
10.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
10.2. Die Anbieterin ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
10.3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.